Dateisysteme unter Linux und Ubuntu

Minix
Ältestes Dateisystem von Linux,
wurde lange Zeit auf Disketten verwendet. Max. 32MB
Partitionsgrösse.

ext
Erstes Linux Dateisytem, wird heute nicht mehr unterstützt.
Lange Dateinamen, aber starke Fragmentierung.

ext2
Nachfolger von ext mit besserer Blockbelegung und Vermeidung
von Fragmentierung. Wenn es geht, werden Dateien am Stück
gespeichert. Kein Journal, daher lange fsck bei großen Partitionen.
Häufig auf USB-Sticks und Flash Speicher eingesetzt, weil das Fehlen
des Journals die Sticks schont.

ext3
Nachfolger von ext2 mit Journalfunktion. Bei einem Absturz
wird nur das Journal geprüft und abgearbeitet. Dadurch reduziert
sich die Zeit eines fsck. Sehr robust, aber auch langsamstes Linux
Dateisystem. Kann allerdings auch ohne Journal als ext2 gemountet werden.

ext4
Nachfolger von ext3, nutzt nun Extents zur Speicherallozierung,
allerdings keinen B-Tree sondern H-Tree zur Sortierung.
Ist für den Einsatz von SSD’s vorbereitet, und bei vielen
Linux Distributionen der Standard.

ReiserFS 3
Mehrzweckdateisystem von Hans Reiser. Sehr performant
bei kleinen Dateien. Wurde häufig auf Mail und Webservern
eingesetzt. Dank Journal auch Robust und schnell im fsck.
Ab Debian 6 nicht mehr im Installer angeboten.

JFS
Dateisystem von IBM, zuerst für AIX , später OS2 und dann Linux.
Erzeugt wenig CPU Last, nutzt ein Journal für schnelles Wiederherstellen
nach einem Absturz und Extents um Fragmentierung zu vermeiden.

XFS
Hochleistungsdateisystem von SGI zunächst für IRIX, später Linux.
Vermeidet durch Preallokation die Fragmentierung, unterstützt sehr große Partitionen.
Mittels garantiertem Datendurchsatz, kann es sehr gut im Videobereich eingesetzt werden,
wo eine bestimmte Datenrate vorausgesetzt wird. Durch das Journal sehr robust gegen
Abstürze.